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Laurel Aitken

Respect für Laurel Aitken , bekannt als "The Godfather Of Ska", ist am 17.Juli.2005 in einem Krankenhaus in England gestorben. Einem Bericht des Club Ska-Magazins zufolge erlag Aitken im Glenfield Hospital, Leicester, am frühen Sonntag Morgen einer Herzattacke. Der Club Ska hatte beste Beziehungen zu Aitken, hier absolvierte der Altstar vor wenigen Monaten sein letztes Konzert.

Geboren wurde Laurel Aitken 1927 in Kuba, gilt als der "Godfather of Ska", trägt ausserdem den Beinamen "The Originator".
Sein "sweet little sheila", aufgenommen ca. Mitte 1960, gilt als eine der ersten Singles des Ska.
Aitken siedelte 1938 nach Jamaika über und sang in den 40ern im Auftrag des Jamaican Tourist Board für Touristen im Hafen von Kingston Calypso. Aitken gewann mehrere Male Vera Johns "Opportunity Hour", einen Amateurwettbewerb, der damals jeden Freitag im Ambassador Theatre von Kingston stattfand. 1957 folgten erste Plattenaufnahmen - Calypso, Spirituals, Rhythm & Blues und Rock´n´Roll. 1958 - 1960 nahm Aitken zahlreiche Singles auf, die mit ihrem Shuffle-Rhythmus den Ska vorbereiteten. 1960 kam er nach London, wo er mehrere Singles für Emile Shaletts Label Blue Beat aufnahm.
1963 kehrte er für kurze Zeit nach Jamaika zurück, in London nahm er dann 1964 - 1966 etwa 20 Titel für das Label Rio Records auf. In dieser Zeit schrieb er auch Songs für andere Interpreten, u.a. für The Classics.
Hits: "Boogie Rock", "Heavenly Angel", "Adam & Eve", "Leave me standing", "We shall overcome", "Woppi King", "Haile Selassi", "Landlords & Tenants", "Jesse James", "Skinhead Train".
In den 70ern war seine Musik weniger gefragt, da sie im diametralen Gegensatz zum "politisch korrekten" Roots Reggae stand.
Aitken lebte in dieser Zeit zurückgezogen von einzelnen Club-Auftritten und hatte erst 1981 wieder einen Hit mit "Rudy got married".
Mit dem Ska-Revival kehrte auch Aitken wieder auf die Bühne zurück und machte Aufnahmen u.a. mit der italienischen Band Radici nel Cemento (CD "Guns of Brixton") und BEAT.
In den 80ern war er Leadsänger der Band Potato 5, leitete eine eigene Gruppe (The Pressure Tenants) und sang mit Bands wie The Loafers, Bad Manners, Beurk´s Band, den Busters und No Sports.
Am 23.3.1989 nahm er am Festival "Ska Explosion" im Londoner Astoria teil. In London betrieb Aitken das Label L.A.Records.
"Pussy Price" (1980), einer seiner größten Hits, ist leider nie auf Platte erschienen.

Laurel Aitken  Laurel Aitken

Laurel Aitken Laurel Aitken Laurel Aitken Laurel Aitken
Laurel Aitken
Laurel Aitken

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus:

Rainer Bratfisch: DAS GROSSE REGGAE-LEXIKON
Rastas, Riddims, Roots & Reggae: Vom Ska bis zum Dancehall
– Die Musik, die aus Jamaika kam
592 Seiten, 500 Abbildungen.
24,90 EUR - ISBN 3-89602-516-3

Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag GmbH

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